Europäischer Drogenbericht 2017 erschienen
Der Europäische Drogenbericht 2017 beinhaltet eine umfassende Analyse der neuesten Entwicklungen in den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in der Türkei und in Norwegen. Der Bericht enthält Informationen zu den Themen Drogenangebot und Drogenmarkt, Prävalenz und Trends des Drogenkonsums sowie drogenbedingte gesundheitliche Folgen und Maßnahmen zu ihrer Eindämmung.

Robert Koch-Institut: Aktuelle Ausgabe des „Journal of Health Monitoring“ mit neuen Daten zum Gesundheitsverhalten in Deutschland und Europa
Die zweite Ausgabe des Journal of Health Monitoring im Jahr 2017 steht unter dem Thema Gesundheitsverhalten in Deutschland und Europa. Die Autoren aus dem Robert Koch-Institut (RKI) berichten über Ergebnisse der Studie Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA 2014/2015-EHIS) und stellen Vergleiche mit anderen EU-Staaten und zwischen den Bundesländern an. Im Focus-Artikel der neuen Journal-Ausgabe zeigt sich, dass die Bevölkerung in Deutschland sportlich aktiver als der europäische Durchschnitt ist. Beim Raucher-Anteil liegen die Werte in Deutschland relativ nah am EU-Durchschnitt. Beim täglichen Obstkonsum liegt Deutschland im EU-weiten Vergleich im hinteren Drittel. Beim Rauschtrinken ist der Anteil hierzulande überdurchschnittlich hoch. In den neun Fact Sheets werden GEDA-Ergebnisse zu Übergewicht, Obst- und Gemüsekonsum, Alkoholkonsum, Rauchen und körperlicher Aktivität in Deutschland dargestellt. In der Rubrik "Concepts & Methods" geht es in einem Beitrag darum, wie regionale sozioökonomische Ungleichheiten in der Gesundheit sichtbar gemacht und erklärt werden können. Ein zweiter Beitrag beschreibt das methodische Vorgehen beim Aufbau eines bevölkerungsweiten Monitorings von adipositasrelevanten Einflussfaktoren im Kindesalter in Deutschland.

WHO: "World Health Statistics 2017: Monitoring Health for the SDGs"
Die "World Health Statistics" beinhalten eine jährliche Zusammenstellung der Gesundheitsstatistiken für die insgesamt 194 Mitgliedsstaaten der WHO. Der im Mai veröffentlichte Bericht "World Health Statistics 2017: Monitoring Health for the SDGs" verfügt über Daten zu 21 gesundheitsbezogenen Zielen der Sustainable Development Goals (SDG) mit 35 Indikatoren sowie Daten zur Lebenserwartung. Die diesjährige Ausgabe berichtet erstmalig auch über Erfolge verschiedener Länder, die Fortschritte in Richtung der gesundheitsbezogenen Ziele der SDG machen.

WHO-Regionalbüro für Europa: Adipositas bei Jugendlichen und damit verbundene Verhaltensweisen: Trends und Ungleichheiten in der Europäischen Region der WHO (2002–2014)

Der gleichnamige Bericht präsentiert die neuesten Trends aus der Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) Studie in Bezug auf Adipositas, Essgewohnheiten sowie Bewegungs- und Sitzverhalten und unterstreicht dabei bestehende geschlechtsbezogene und sozioökonomische Ungleichheiten innerhalb der Europäischen Region der WHO.

WHO: Healthier, fairer, safer: the global health journey 2007–2017
Der von der WHO in Auftrag gegebene unabhängige Bericht spiegelt die Entwicklungen, Erfolge und Herausforderungen der globalen Gesundheit der letzten zehn Jahren wider. Er erörtert unter anderem die Rolle der WHO im Umgang mit Fragen der Zunahme nichtübertragbarer Erkrankungen, ansteigender Lebenserwartung sowie neu auftretender Bedrohungen wie Klimawandel und antimikrobielle Resistenz.

Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V.: Ideenwettbewerb Verhältnisprävention
Ziel des von der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) durchgeführten und vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Ideenwettbewerbs ist es, Praxisbeispiele zur Förderung einer gesunden Gewichtsentwicklung von Kindern und Jugendlichen zu identifizieren und deutschlandweit bekannt zu machen. Bislang zielt der Großteil an Maßnahmen in Deutschland vorrangig auf das individuelle Verhalten ab. Noch fehlt es häufig an Initiativen, die gezielt auf die Verhältnisse für ein gesundes Aufwachsen ausgerichtet sind. Deshalb werden Maßnahmen gesucht, die die Rahmenbedingungen für eine gesunde Gewichtsentwicklung in Kindertagesstätten, Schulen, Wohnquartieren, Kommunen oder Freizeiteinrichtungen langfristig und nachhaltig verbessern. Teilnehmen können alle, die verhältnispräventive Maßnahmen zur Unterstützung einer gesunden Gewichtsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 17 Jahren umsetzen.
Einsendeschluss für die Teilnahme am Ideenwettbewerb Verhältnisprävention ist der 14. Juni 2017.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht weitere Förderprojekte
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am 20.04.2017 in Berlin 26 geförderte Projekte zu der in 2016 ausgeschriebenen zweiten Welle der neuen Versorgungsformen bekannt gegeben. Eine Übersicht der Projekte ist auf der Homepage des Innovationsausschusses einsehbar. Gefördert werden jeweils vier Projekte aus den Themenfeldern „Modelle mit Delegation und Substitution von Leistungen“, „Auf- und Ausbau der geriatrischen Versorgung“ und „Versorgungsmodelle für Menschen mit Behinderungen“. Darüber hinaus werden neun Projekte zur „Verbesserung der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz“ sowie fünf Projekte aus dem themenoffenen Bereich gefördert.
Weitere Förderbekanntmachungen zum themenspezifischen Bereich sind für den Spätsommer 2017 geplant.

Robert Koch-Institut: Aktuelle Ausgabe des „Journal of Health Monitoring“ mit neuen Daten zur gesundheitlichen Lage der Bevölkerung in Deutschland
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat neue Daten zu Bluthochdruck, Diabetes, Allergien, koronare Herzkrankheit und Schlaganfall - Erkrankungen von hoher Public Health Relevanz - aus einer umfassenden Studie mit über 20.000 Teilnehmenden veröffentlicht. Die Daten wurden 2014/2015 in der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) erhoben. Die GEDA-Studie ist Teil des Gesundheitsmonitorings, mit dem das RKI kontinuierlich Daten zur Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland erhebt und analysiert. Neben fünf kompakten Fact sheets zu den oben genannten chronischen Erkrankungen enthält die neue Ausgabe des Journal of Health Monitoring zwei Focus-Artikel zu den Themen „Gesundheitsmonitoring und Gesundheitsindikatoren in Europa“ und „Gesundheit und gesundheitliche Versorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Deutschland“. In der Rubrik „Concepts & Methods“ enthält die Journal-Ausgabe einen Übersichtsartikel zur Methodik der GEDA-Studie sowie einen Beitrag, in dem die derzeit im Aufbau befindliche Diabetes-Surveillance am RKI vorgestellt wird.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht erste Förderbekanntmachungen für 2017
Zu neuen Versorgungsformen und der Versorgungsforschung können themenoffen ab sofort Projektanträge gestellt werden, ebenso Anträge zur Evaluation von Selektivverträgen. Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am 20.02.2017 die entsprechenden Förderbekanntmachungen auf seinen Internetseiten veröffentlicht. Die Entscheidung über die Förderfähigkeit der in 2016 eingereichten Projekte zur zweiten Förderwelle der neuen Versorgungsformen folgt in der zweiten Märzhälfte 2017. Für den kommenden Spätsommer ist die Veröffentlichung weiterer Förderbekanntmachungen zum themenspezifischen Bereich vorgesehen.

WHO Regionalbüro für Europa: Aktuelle Ausgabe des Public Health Panoramas zum Thema Migration und Gesundheit
Die aktuelle Ausgabe des Fachjournals Public Health Panorama befasst sich ausführlich mit dem Thema Migration und Gesundheit. Sie beginnt mit einem Editorial von Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, die über ihren Besuch der italienischen Region Sizilien und ihrer Besichtigung des Hotspots im Hafen von Trapani berichtet, wo etwa 10% aller Flüchtlinge und Migranten in Italien ankommen. Dabei traf sie mit Vertretern der örtlichen Behörden, des Gesundheitspersonals und anderer Einsatzkräfte zusammen, die vor Ort mit der Bewältigung des großen Zustroms von Flüchtlingen und Migranten auf die Insel beschäftigt sind.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht geförderte Projekte zur Versorgungsforschung
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat Anfang Januar auf seiner Homepage eine Übersicht über die geförderten Versorgungsforschungsprojekte veröffentlicht. Im April 2016 hatte der Innovationsausschuss vier Förderbekanntmachungen zur Versorgungsforschung veröffentlicht, die Entscheidungen hierzu sind im November 2016 gefasst worden.

Hochschule Fulda erhält Promotionsrecht für Public Health
Auch für die Fachrichtung Public Health hat die Hochschule Fulda als Hochschule für angewandte Wissenschaften das eigenständige Promotionsrecht verliehen bekommen. Erstmalig haben die jährlich etwa 50 bis 60 Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, mit einer Promotion zum Doktor in Public Health die dritte Stufe der akademischen Qualifikation in Fulda abzuschließen.
Dies teilte die Hochschule am 21.12. in einer Pressemitteilung mit.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss zieht erste Bilanz
Seit Veröffentlichung der Förderbekanntmachungen zu den neuen Versorgungsformen und zur Versorgungsforschung im April 2016 gingen knapp 700 Förderanträge in der Geschäftsstelle des Innovationsausschusses ein. Als Ergebnis eines intensiven Beratungs- und Auswahlverfahrens wurde die Förderung von 29 Projekten zur ersten Welle der neuen Versorgungsformen und 62 Projekten zur Versorgungsforschung beschlossen. Von den insgesamt 120 eingereichten Anträgen zur ersten Förderwelle im Bereich der neuen Versorgungsformen entschied der Innovationsausschuss im Oktober über die Förderung von 24 Projekten aus den themenspezifischen Bereichen und 5 Projekten aus dem themenoffenen Bereich. Eine Übersicht der geförderten Projekte ist auf der Homepage des Innovationsausschusses veröffentlicht. Im Januar 2017 wird die Bekanntgabe der geförderten Projekte zur Versorgungsforschung folgen. Für das Frühjahr 2017 sind die Förderentscheidungen zur zweiten Welle der neuen Versorgungsformen sowie die Veröffentlichung weiterer Förderbekanntmachungen vorgesehen.