DGPH unterstützt ASPHER Statement zu „war as a ‚man-made public health problem'"
Aus Solidarität mit Mitgliedern des Türkischen Ärztebundes (Turkish Medical Association (TMA)), die in der Türkei wegen "Anstiftung zu Hass und Feindseligkeit" zu einer Haftstrafe verurteilt wurden, hat der Verband der Schulen von Public Health in der Europäischen Region (Association of Schools of Public Health in the European Region (ASPHER)) ein Statement veröffentlicht. Im Januar 2018, nach Ankündigung eines Militäreinsatzes gegen Afrin, Syrien, durch die türkische Regierung, hatte der Türkische Ärztebund eine öffentliche Erklärung abgegeben, in der er „Krieg als ein menschengemachtes Public Health Problem" bezeichnete.

WHO-Regionalbüro für Europa: Neuer Bericht verdeutlicht anhaltende Ungleichheiten im Bereich Umwelt und Gesundheit in der Europäischen Region
Umweltbedingungen sind eine wesentliche Determinante von Gesundheit und Wohlbefinden, jedoch in der Bevölkerung nicht gleich verteilt. Vielmehr sind benachteiligte Bevölkerungsgruppen oft in höherem Maße Umweltrisiken ausgesetzt. In dem Bericht "Umweltbedingte gesundheitliche Ungleichheiten in der Europäischen Region" wird die Verteilung von Umweltrisiken und Unfallverletzungen innerhalb von Ländern untersucht und der Nachweis erbracht, dass ungleiche Umweltbedingungen, Risikoexpositionen und damit verbundene Gesundheitsresultate täglich Auswirkungen auf alle Umfelder haben, in denen die Bürger leben, arbeiten und sich aufhalten.
Die Ergebnisse beinhalten einen Aufruf zu mehr umweltpolitischen und ressortübergreifenden Maßnahmen zur Ermittlung und zum Schutz jener Gruppen, die bereits einer unverhältnismäßig hohen Umweltbelastung ausgesetzt sind. Die Bekämpfung von Ungleichheiten in Bezug auf Umweltrisiken wird einen Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten begünstigen und zu gerechteren Gesellschaften mit einem größeren sozialen Zusammenhalt beitragen.

WHO-Regionalbüro für Europa: Neuer Bericht zeigt: Durch Beseitigung des Tabakkonsums könnten 90% der Fälle von Lungenkrebs vermieden werden
In einem neuen Bericht des WHO-Regionalbüros für Europa mit dem Titel „Tabakkonsum in der Europäischen Region – Trendbericht 2019" wird bestätigt, dass der Tabakkonsum weiter eine akute Bedrohung für die öffentliche Gesundheit darstellt. Dies trifft vor allem auf die Europäische Region zu, die von allen Regionen der WHO den höchsten Raucheranteil aufweist, der nach Schätzungen 29% (ca. 209 Mio. Menschen) beträgt. In dem zum Weltnichtrauchertag 2019 veröffentlichten Bericht werden die gesundheitlichen Folgen, die Prävalenz des Tabakkonsums und die Gegenmaßnahmen der Gesundheitssysteme untersucht.

WHO-Regionalbüro für Europa: „Leitlinien zur Verringerung des Risikos eines Abbaus der kognitiven Fähigkeiten und einer Demenzerkrankung" veröffentlicht
Schätzungen der WHO zufolge leiden derzeit etwa 50 Millionen Menschen weltweit an Demenz. Im Laufe der nächsten zehn Jahre dürfte diese Zahl voraussichtlich auf 75 Millionen ansteigen. Die am 14. Mai veröffentlichten neuen Leitlinien der WHO werben für mehr körperliche Betätigung und eine gesunde Lebensweise als wichtige Strategien zur Verhinderung einer Demenzerkrankung.

WHO-Regionalbüro für Europa: Gesundheitliche Chancengleichheit vorantreiben – die Rolle von Rechenschaftspflicht, Politikkohärenz, sozialer Teilhabe und der Befähigung zum selbstbestimmtem Handeln
Im Rahmen einer vom Europäischen Büro der WHO für Investitionen in Gesundheit und Entwicklung des WHO-Regionalbüros für Europa koordinierten wissenschaftlichen Begutachtung wurden gesellschaftliche und institutionelle Faktoren identifiziert, die sowohl einzeln als auch zusammengenommen neue Erklärungen dafür liefern, warum Fortschritte im Bereich der gesundheitlichen Chancengleichheit bislang deutlich langsamer erzielt werden, als man zum Zeitpunkt der erstmaligen Feststellung des Zusammenhangs zwischen einzelnen Determinanten und Ungleichgewichten gehofft hatte. Die vier wesentlichen Triebkräfte für die gesundheitliche Chancengleichheit sind: Rechenschaftslegung, Politikkohärenz, soziale Teilhabe und – all diesen zugrunde liegend – die Befähigung zu selbstbestimmtem Handeln. Die Arbeit zu diesen Triebkräften liefert Informationen für die Initiative für den Sachstandsbericht über gesundheitliche Chancengleichheit und hat zu drei unabhängigen Begleitdokumenten, die jeweils näher auf eines der gemeinsamen Güter der gesundheitlichen Chancengleichheit eingehen – Rechenschaftslegung, Politikkohärenz und soziale Teilhabe –, sowie zu dieser Zusammenfassung geführt.

Save the date: 11. VDSI-Forum NRW 2019 unter Beteiligung der DGPH-Arbeitsgruppe Gesundheit und Planung
Am 19. September 2019 findet in Wuppertal das 11. VDSI-Forum NRW statt, das von der Arbeitsgruppe Gesundheit und Arbeit der DGPH mitveranstaltet wird. Das Forum beschäftigt sich im jährlichen Turnus mit einem aktuellen Fachthema und bietet die Möglichkeit, an einem überregionalen Erfahrungsaustausch teilzunehmen. Im Fokus des diesjährigen Forums steht das Thema "Betrieblicher Wandel und Arbeitsschutz: Sicherheit und Gesundheitsschutz mitgestalten!".