WHO Regionalbüro für Europa: Aktuelle Ausgabe des Public Health Panoramas zum Thema Migration und Gesundheit
Die aktuelle Ausgabe des Fachjournals Public Health Panorama befasst sich ausführlich mit dem Thema Migration und Gesundheit. Sie beginnt mit einem Editorial von Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, die über ihren Besuch der italienischen Region Sizilien und ihrer Besichtigung des Hotspots im Hafen von Trapani berichtet, wo etwa 10% aller Flüchtlinge und Migranten in Italien ankommen. Dabei traf sie mit Vertretern der örtlichen Behörden, des Gesundheitspersonals und anderer Einsatzkräfte zusammen, die vor Ort mit der Bewältigung des großen Zustroms von Flüchtlingen und Migranten auf die Insel beschäftigt sind.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht geförderte Projekte zur Versorgungsforschung
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat Anfang Januar auf seiner Homepage eine Übersicht über die geförderten Versorgungsforschungsprojekte veröffentlicht. Im April 2016 hatte der Innovationsausschuss vier Förderbekanntmachungen zur Versorgungsforschung veröffentlicht, die Entscheidungen hierzu sind im November 2016 gefasst worden.

Hochschule Fulda erhält Promotionsrecht für Public Health
Auch für die Fachrichtung Public Health hat die Hochschule Fulda als Hochschule für angewandte Wissenschaften das eigenständige Promotionsrecht verliehen bekommen. Erstmalig haben die jährlich etwa 50 bis 60 Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, mit einer Promotion zum Doktor in Public Health die dritte Stufe der akademischen Qualifikation in Fulda abzuschließen.
Dies teilte die Hochschule am 21.12. in einer Pressemitteilung mit.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss zieht erste Bilanz
Seit Veröffentlichung der Förderbekanntmachungen zu den neuen Versorgungsformen und zur Versorgungsforschung im April 2016 gingen knapp 700 Förderanträge in der Geschäftsstelle des Innovationsausschusses ein. Als Ergebnis eines intensiven Beratungs- und Auswahlverfahrens wurde die Förderung von 29 Projekten zur ersten Welle der neuen Versorgungsformen und 62 Projekten zur Versorgungsforschung beschlossen. Von den insgesamt 120 eingereichten Anträgen zur ersten Förderwelle im Bereich der neuen Versorgungsformen entschied der Innovationsausschuss im Oktober über die Förderung von 24 Projekten aus den themenspezifischen Bereichen und 5 Projekten aus dem themenoffenen Bereich. Eine Übersicht der geförderten Projekte ist auf der Homepage des Innovationsausschusses veröffentlicht. Im Januar 2017 wird die Bekanntgabe der geförderten Projekte zur Versorgungsforschung folgen. Für das Frühjahr 2017 sind die Förderentscheidungen zur zweiten Welle der neuen Versorgungsformen sowie die Veröffentlichung weiterer Förderbekanntmachungen vorgesehen.

Präventionsbericht 2016 erschienen
Im Jahr 2015 haben die gesetzlichen Krankenkassen über 317 Millionen Euro für Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung ausgegeben. Dies geht aus dem aktuellen Präventionsbericht des GKV-Spitzenverbands und des Medizinischen Diensts des GKV-Spitzenverbandes (MDS) hervor. Den Themenschwerpunkt des Präventionsberichts bilden die mit dem am 25. Juli 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetz verbundenen wesentlichen Neuregelungen, die seit Mitte 2015
zur Umsetzung vorbereitet bzw. umgesetzt werden.

Erster „Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland“ vorgestellt
Am 29.11.2016 wurde durch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Professor Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), in Berlin der erste „Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland“ vorgestellt. Der vom Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) am RKI vorgelegte Bericht gibt erstmals eine Übersicht zu allen wichtigen Aspekten des Krankheitsgeschehens in Deutschland sowie den Fortschritten bei der Krebsbekämpfung und zeigt auf, welche Entwicklungen zu erwarten sind. Der Bericht wird zukünftig, entsprechend einer Vorgabe im Bundeskrebsregisterdatengesetz (BKRG), alle fünf Jahre erscheinen.

WHO: "Innov8 Approach for Reviewing National Health Programmes to Leave No One Behind: Technical Handbook" veröffentlicht
"Leaving no one behind" (niemanden zurücklassen) steht im Fokus der Diskussionen über die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Akteure auf allen Ebenen beschäftigen sich mit der Frage, wie dies konkret erreicht werden kann. Das Innov8 Technical Handbook ist eine benutzerfreundliche Ressource im Rahmen des "Innov8 Approach for Reviewing National Health Programmes to Leave No One Behind". Der Innov8 Ansatz unterstützt die Operationalisierung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) sowie die schrittweise Umsetzung der "universal health coverage" (allgemeine Gesundheitsversorgung) und des Rechts auf Gesundheit. Das technische Handbuch, das als "living document" zu verstehen ist, enthält eine detaillierte Anleitung sowie Übungsblätter zu jedem der insgesamt acht Analyseschritte des Überprüfungsprozesses. Es beinhaltet darüber hinaus Hintergrundinformationen, Aktivitäten und Erfahrungen aus anderen Programmen, die das Überprüfungsverfahren bereits durchgeführt haben. 

DGPH unterstützt Vienna Declaration
Ziel der auf der diesjährigen European Public Health Konferenz (09-12.11.) in Wien präsentierten Vienna Declaration ist es, die Wichtigkeit der Ottawa-Charta 30 Jahre nach deren Veröffentlichung zu bekräftigen. Sie richtet sich an Public Health Professionals, Public Health Institutionen und Gesellschaften, Gesundheitsförderungseinrichtungen sowie weitere Public Health Institutionen und erklärt, was die Public Health Community unternehmen kann, um zur Förderung der Gesundheit und eines gesunden Lebensstils beizutragen.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss trifft Förderentscheidungen über innovative Projekte zu neuen Versorgungsformen in der GKV
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am 20.10.2016 über die Projekte zu neuen Versorgungsformen in der gesetzlichen Krankenversicherung, die mit Mitteln des Innovationsfonds gefördert werden sollen, entschieden. Die in der ersten Förderwelle zur Verfügung stehenden Mittel werden damit voll ausgeschöpft. Das insgesamt beantragte Fördervolumen beläuft sich auf 880 Millionen Euro und übersteigt damit die tatsächlich in 2016 zu vergebende Fördersumme von 225 Millionen um ein Vielfaches.

Ergebnisse der Global Burden of Disease Study (GBD) 2015 publiziert
Im Fachmagazin The Lancet wurden Anfang Oktober Ergebnisse der aktuellen Global Burden of Disease Study (GBD) veröffentlicht. Ziel der Global Burden of Disease Study ist es, die Gesundheits- und Krankheitslage der Weltbevölkerung umfassend und standardisiert zu beschreiben und zu bewerten.

WHO/Europa: Neues Grundsatzpapier der WHO untersucht Möglichkeiten zur Förderung ökologisch nachhaltiger Gesundheitssysteme
Der Bericht "Towards environmentally sustainable health systems in Europe. A review of the evidence" legt dar, dass Gesundheitssysteme einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt haben, indem sie zu Treibhausgasemissionen und Klimawandel beitragen, ökologisch toxische Stoffe in die Umwelt freisetzen, große Mengen an Abfallmaterialien produzieren und zur Erschöpfung natürlicher Ressourcen, wie z.B.  Trinkwasser, beitragen. Gleichwohl können Gesundheitssysteme positiven Einfluss auf die Umwelt nehmen, insbesondere im Bereich der Gesundheitsförderung und des Umweltschutzes.

Robert Koch-Institut (RKI): Neues Online-Journal "Journal of Health Monitoring"
Die neue Online-Zeitschrift "Journal of Health Monitoring" des RKI informiert vierteljährlich über wichtige Public Health Themen. Sie erscheint sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Die Beiträge für das Journal unterliegen einem Reviewer-Verfahren und sind über die RKI-Homepage frei zugänglich. Thema der Ausgabe 1 (September 2016) ist Alkoholkonsum von Erwachsenen in Deutschland.

White Paper "Public Health - Mehr Gesundheit für alle" veröffentlicht
Ein aktuelles Whitepaper soll Politik und Öffentlichkeit mit den Herausforderungen und Möglichkeiten von Public Health vertraut machen.

Beantragung, Begutachtung und Förderung von Public-Health-Forschung in Deutschland
Die Public-Health-Forschung weist besondere Herausforderungen für das Antrags- und Begutachtungsverfahren auf. Die im Juli 2016 publizierte Veröffentlichung "Applying for, reviewing and funding public health research in Germany and beyond" soll konkrete Hilfestellung geben. Sie resultiert aus einem DFG-Rundgespräch.

WHO Regionalbüro für Europa: Bericht zu Gesundheit und Wohlbefinden von Frauen in der Europäischen Region erschienen
Der Bericht mit dem Titel "Women's health and well-being in Europe: beyond the mortality advantage" liefert einen Hintergrund zu der Strategie zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Frauen in der Europäischen Region der WHO (2017-2012), die im Rahmen der 66. Tagung des Regionalkommitees für Europa im September geprüft wurde. In dem Bericht wird eine Momentaufnahme der Gesundheit von Frauen in der Europäischen Region präsentiert sowie die sozialen, ökonomischen und umweltbezogenen Einflussfaktoren untersucht, die Gesundheit und Wohlbefinden von Frauen bestimmen. Darüber hinaus beleuchtet der Bericht die Folgen von geschlechtsspezifischer Diskriminierung und von Geschlechterstereotypen und untersucht, wie das Konzept bürgernaher Gesundheitssysteme bedarfsgerecht für Frauen gestaltet werden könnte. Zudem werden Perspektiven untersucht, die für die für Gesundheit und Wohlbefinden von Frauen in der Europäischen Region maßgeblichen internationalen und nationalen Rahmen wichtig sind.

WHO Regionalbüro für Europa: 6. Ausgabe des Public Health Panorama nimmt evidenzgeleitete Politikgestaltung unter die Lupe
Anlässlich der 66. Tagung des Regionalkommitees für Europa und der dortigen Vorlage eines Aktionsplans zur Verstärkung der Nutzung von Evidenz, Gesundheitsinformationen und Forschung für die Politikgestaltung in der Europäischen Region der WHO, befasst sich die aktuelle Ausgabe des Fachjournals Public Health Panorama unter anderem mit der Frage, wie die Länder auf verschiedene Art und Weise unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen Brücken zwischen Theorie und Praxis bzw. Evidenz und Konzept schlagen.

Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC): World Drug Report 2016
Der kürzlich veröffentlichte Bericht der UNODC gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich Drogenhandel sowie über die gesundheitlichen Auswirkungen des Drogenkonsums aus individueller und gesamtgesellschaftlicher Perspektive.

Europäisches Observatorium für Gesundheitssysteme und Gesundheitspolitik & WHO-Regionalbüro für Europa: "Voluntary health insurance in Europe: Role and regulation"
Die kürzlich veröffentliche Studie nutzt Erfahrungen aus 34 Ländern zur Bewertung des Beitrags freiwilliger Krankenversicherungen zur Finanzierung der Gesundheitsausgaben und des Verhältnisses zur öffentlich finanzierten Gesundheitsversorgung. Dabei werden Versicherer, Versicherte sowie Beweggründe betrachtet, und die einschlägige Politik auf Ebene der Länder und der Europäischen Union sowie ihre Erörterung auf nationaler Ebene untersucht.

Europäisches Observatorium für Gesundheitssysteme und Gesundheitspolitik & WHO-Regionalbüro für Europa: "Voluntary health insurance in Europe: Country experience"
Dieses Buch ist Teil der Studie über freiwillige Krankenversicherungen in der Europäischen Region. Es enthält eine Reihe kurzer, strukturierter Profile von Märkten für freiwillige Krankenversicherungen in insgesamt 34 Ländern der Europäischen Region der WHO. Jedes Profil wurde von örtlichen Experten erstellt und enthält eine Beschreibung der Lücken in der staatlich finanzierten Gesundheitsversorgung, der Rolle der freiwilligen Krankenversicherungen sowie der Funktionsweise des Markts für solche Versicherungen. Darüber hinaus enthält jedes Profil eine Zusammenfassung der staatlichen Politik auf diesem Gebiet, einschließlich der wesentlichen Entwicklungen im Laufe der Zeit, und schildert die innerstaatlichen Diskussionen und Herausforderungen.

Weltgesundheitsorganisation (WHO): "World Health Statistics 2016: Monitoring Health for the SDGs"
Die seit 2005 jährlich veröffentlichten "World Health Statistics" umfassen eine Zusammenstellung der Gesundheitsstatistiken für die insgesamt 194 Mitgliedsstaaten der WHO. Der im Mai veröffentlichte Bericht "World Health Statistics 2016: Monitoring Health for the SDGs" befasst sich mit den Gesundheits- und gesundheitsbezogenen Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die im September 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurden. Ein zentrales Ergebnis des Berichts ist, dass die weltweite Lebenserwartung seit dem Jahr 2000 um fünf Jahre auf 71,4 Jahre (Frauen: 73,8 Jahre, Männer: 69,1 Jahre) gestiegen ist, jedoch weiterhin erhebliche regionale Unterschiede bestehen.