WHO-Regionalbüro für Europa: Neue Länderprofile zeigen Veränderungen bei den umweltbedingten gesundheitlichen Ungleichheiten auf
Die vom Europäischen Zentrum der WHO für Umwelt und Gesundheit veröffentlichten neuen Länderprofile zeigen auf, inwiefern Länder in allen Teilen der Europäischen Region der WHO es geschafft haben, die umweltbedingten gesundheitlichen Ungleichheiten in einigen Bereichen abzubauen. In anderen Bereichen besteht jedoch weiterhin Handlungsbedarf. In zwei wichtigen Sachstandsberichten aus den Jahren 2012 und 2019 wurde jeweils eine Bestandsaufnahme hinsichtlich umweltbedingter gesundheitlicher Ungleichheiten in den Mitgliedstaaten der Europäischen Region vorgenommen. Die Zusammenstellung der Länderprofile ergänzt den zweiten Sachstandsbericht und bietet den Ländern ausführlichere Informationen über die in Bezug auf umweltbedingte gesundheitliche Ungleichheiten im Zeitraum 2012–2019 auftretenden Trends und Veränderungen.

WHO-Regionalbüro für Europa: "Mehr Gesundheit für Europa: mehr Chancengleichheit und mehr Nachhaltigkeit"
In der Publikation „Mehr Gesundheit für Europa: mehr Chancengleichheit und mehr Nachhaltigkeit" werden die Bemühungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WHO in der Europäischen Region in den letzten zehn Jahren geschildert, diese Zielsetzung Wirklichkeit werden zu lassen. Das Buch ist in drei Teile gegliedert: In Teil I – Mehr Gesundheit für Europa: die sieben strategischen Prioritäten – wird der systematische Prozess beschrieben, anhand dessen das Regionalbüro die Rahmenkonzepte, die Evidenzgrundlage, die Kapazitäten, die Beziehungen und Partnerschaften, die Netzwerke und die Fähigkeiten entwickelt hat, die zur Veränderung und Ausweitung von Maßnahmen für mehr Qualität, Chancengleichheit und Nachhaltigkeit im Gesundheitsbereich und mehr Wohlbefinden in der Europäischen Region und darüber hinaus erforderlich sind. In Teil II – Mehr Gesundheit für Europa: Erfolge – werden die Resultate und die Wirkung der Arbeit des Regionalbüros in Bezug auf die beiden strategischen Hauptziele und vier vorrangigen Handlungsfelder des Europäischen Rahmenkonzepts „Gesundheit 2020" erläutert. Teil III – Mehr Gesundheit für Europa: Schlussfolgerungen und Botschaften – beinhaltet eine Zusammenfassung der Überlegungen und einen Blick auf die Herausforderungen über das Jahr 2020 hinaus.

Innovationsfonds: 31 weitere Projekte zu neuen Versorgungsformen werden gefördert
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am 16.10.2019 die finanzielle Förderung von 31 weiteren innovativen Projekten zu neuen Versorgungsformen beschlossen. Auf die zwei im Oktober letzten Jahres veröffentlichten Förderbekanntmachungen folgten 89 Projektanträge, die auf eine Verbesserung der medizinischen Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung abzielen. Anträge von 15 Projekten aus dem themenoffenen Bereich wurden zur Förderung angenommen. Weiterhin sollen 16 Projekte aus dem themenspezifischen Bereich in den folgenden Themenfeldern gefördert werden: Versorgungsformen zur Weiterentwicklung einer sektorenunabhängigen Versorgung (5 Projekte), Innovative Modelle zur Stärkung der regionalen Gesundheitsversorgung (4 Projekte) sowie Telemedizinische Kooperationsnetzwerke von stationären und ambulanten Einrichtungen zur Verbesserung der medizinischen Versorgung (7 Projekte).

Gesellschaft für Informatik sucht Newcomer*innen im Bereich Künstliche Intelligenz
Im Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zeichnet die Gesellschaft für Informatik 10 KI-Newcomer*innen (5 Frauen/5 Männer) unter 30 Jahre aus, die sich bereits in jungen Jahren in einer der folgenden Kategorien in besonderem Maße hervorgetan haben: Informatik, Naturwissenschaften (Mathematik, Physik, Chemie, Biologie etc.), Technik- und Ingenieurwissenschaften, Lebenswissenschaften (Human-, Gesundheits-, Agrarwissenschaften etc.) sowie Geistes- und Sozialwissenschaften.
Bewerbung und Nominierung sind noch bis 16. Oktober möglich.

Zweite Public Health³ Tagung der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz: Call for Abstracts - Verlängerung der Einreichfrist
Am 17. und 18. Januar 2020 findet in Steckborn, Thurgau (Schweiz), zum Thema "Gesundheitskommunikation im 21. Jahrhundert" die zweite Public Health³ Tagung der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz statt. Die Tagung möchte Gesundheitskommunikation kritisch, kreativ und differenziert aus der Perspektive verschiedener Disziplinen, Forschung und Praxis betrachten. Teilnehmende aus Public Health, Medizin, Digital Health, Gesundheitsberufen, Gesundheitsökonomie, Gesundheitsförderung, u.a. sind herzlich willkommen. Das Public Health³-Organisationsteam lädt herzlich dazu ein, Beiträge zu den folgenden Themen einzureichen: Diversitätssensible Kommunikation, Die Rolle digitaler Medien in der Gesundheitskommunikation sowie Gesundheitskompetente Informationsmittel. Die Einreichfrist für Abstracts wird bis zum 13.10.2019 verlängert.

Bericht zum 11. VDSI Forum NRW „Betrieblicher Wandel: Sicherheit und Gesundheitsschutz mitgestalten!" unter Beteiligung der DGPH-Arbeitsgruppe Gesundheit und Arbeit
Mit dieser Thematik befasste sich das 11. VDSI-Forum NRW, das am 19. September 2019 in Wuppertal stattfand. Veranstalter des Forums waren die fünf nordrhein-westfälischen VDSI-Regionen Bergisches Land, Düsseldorf, Köln, Ruhr-Niederrhein und Westfalen in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH), dem Fachgebiet Sicherheits- und Qualitätsrecht (SuQR) der Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik der Bergischen Universität Wuppertal und dem Institut für Arbeitsmedizin, Sicherheitstechnik und Ergonomie e.V. (ASER). Welchen Beitrag die betriebliche Gesundheitsförderung zum betrieblichen Arbeitsschutz beitragen kann wurde von Prof. Dr. Gudrun Faller von der Hochschule für Gesundheit in Bochum und der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH), Arbeitsgruppe Gesundheit und Arbeit, im Rahmen ihres Vortrages diskutiert. Weitere Vorträge bezogen sich auf die möglichen Gesundheits- und Sicherheitsrisiken (permanenter) Restrukturierung in Unternehmen (Dr. Kai Seiler, Präsident des Landesinstituts für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen, LIA.nrw), die Chancen und Herausforderungen von Restrukturierungsprozessen für die Aufgaben von Fachkräften für (Sabine Sommer, BAuA, Berlin) und auf Erkenntnisse aus einem BAuA-Forschungsprojekt zu betrieblichen Präventionskulturen (Dr. Britta Schmitt-Howe, BAuA, Berlin). Am Nachmittag wurden konkrete Beispiele für die betriebliche Umsetzung vorgestellt, u.a. ein SGU-Kalender (Michael Chaberny, STRABAG AG in Köln) und ein Gewinnspiel zur Sicherheit am Arbeitsplatz (Günter Burow, VDSI-Region Köln). Zwischen den einzelnen Vorträgen bestand hinlänglich Gelegenheit zum fachlichen Austausch und anregenden Diskussionen unter den Forums-Teilnehmern. Dipl.-Ing. Günter Burow (VDSI-Region Köln) und Prof. Dr. Ralf Pieper (BUW, Wuppertal) fassten abschließend die gewonnenen Erkenntnisse dieser Tagesveranstaltung zusammen.

GVG-Wissenschaftspreis für Soziale Sicherung
Der Wissenschaftliche Beirat der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) verleiht im Jahr 2020 erstmals den GVG-Wissenschaftspreis für Soziale Sicherung an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an deutschen Hochschulen in den Bereichen der Sozialpolitik- und Gesundheitsforschung. Ausgezeichnet werden herausragende Dissertationen und Habilitationen, insbesondere in den Disziplinen der Rechts-, Wirtschafts-, Politik- und Sozialwissenschaften, Public Health, Pflegewissenschaft und Gesundheitswissenschaften, die sich mit der Weiterentwicklung der sozialen Sicherung beschäftigen und damit einen Beitrag zur Gestaltung des Schutzes vor zentralen Lebensrisiken leisten. Dazu zählen insbesondere die Themenbereiche Gesundheit und Pflege, Alterssicherung, Arbeitsmarkt, Arbeitsschutz, Arbeitsförderung, Prävention und Rehabilitation sowie die europäische Dimension sozialer Sicherung. Besondere Berücksichtigung finden Arbeiten, die aktuelle Problemlagen aufgreifen, einen hohen Praxisbezug aufweisen sowie kreative Lösungen aufzeigen. Der Preis ist mit 4.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des öffentlichen Symposiums des Wissenschaftlichen Beirats der GVG, voraussichtlich am 26. März 2020 in Berlin. Zur Preisverleihung vorgeschlagene Arbeiten sind zusammen mit den Gutachten aus dem Promotions- bzw. Habilitationsverfahren und einem Kurzlebenslauf der Kandidaten bis zum 30. November 2019 einzureichen.

Gute Praxis Gesundheitsberichterstattung – Leitlinien und Empfehlungen 2.0
Gesundheitsberichterstattung beschreibt die gesundheitliche Lage der Bevölkerung, analysiert Problemlagen und zeigt Handlungsbedarfe für die Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung und Prävention auf. Sie bietet damit eine rationale Grundlage für partizipative Prozesse und gesundheitspolitische Entscheidungen. Die Gute Praxis Gesundheitsberichterstattung in der Version 2.0 ist das Ergebnis einer Überarbeitung der Vorgängerversion (Stand März 2017), in die Stellungnahmen von einzelnen Expertinnen und Experten sowie verschiedener Institutionen und Verbände auf Landes- und Bundesebene eingeflossen sind. Im Hinblick auf die stetige Weiterentwicklung der Gesundheitsberichterstattung, zum Beispiel in methodischer Hinsicht mit Blick auf partizipative und qualitative Ansätze, wurden Ergänzungen und Konkretisierungen vorgenommen. Das Ziel ist es, Gesundheitsberichterstatterinnen und Gesundheitsberichterstattern eine fachliche Orientierung und Handlungshilfe für die Gesundheitsberichterstattung zu bieten.

WHO-Regionalbüro für Europa: Ein Leben in Gesundheit und Wohlstand für alle: der Sachstandsbericht über gesundheitliche Chancengleichheit in der Europäischen Region
Durch die Verabschiedung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und der darin enthaltenen Nachhaltigkeitsziele wurde ein Rahmen geschaffen, der der Stärkung von Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden für alle dient und dafür sorgen soll, dass niemand zurückgelassen wird. Trotz der erreichten Verbesserungen gibt es immer noch Ungleichgewichte innerhalb von Ländern. In diesem Bericht werden fünf wesentliche Voraussetzungen genannt, die erfüllt sein müssen, um allen auf Dauer ein gesundes Leben zu ermöglichen: (1) eine hochwertige und leicht zugängliche Gesundheitsversorgung, (2) Einkommenssicherheit und soziale Absicherung, (3) menschenwürdige Lebensbedingungen, (4) Sozial- und Humankapital sowie (5) menschenwürdige Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen. Zur Schaffung dieser fünf Voraussetzungen sind politische Maßnahmen erforderlich. Der Sachstandsbericht befasst sich auch mit den Triebkräften für gesundheitliche Chancengleichheit, also den entscheidenden Einflussfaktoren für die Schaffung einer chancengerechteren Gesellschaft: Politikkohärenz, Rechenschaftslegung, soziale Teilhabe und die Befähigung zu selbstbestimmtem Handeln. Er liefert Erkenntnisse über die jeweiligen Indikatoren für gesundheitliche Benachteiligungen in den 53 Ländern der Europäischen Region sowie über mögliche Lösungsansätze zum Abbau dieser Ungleichgewichte.

Memento Preis für vernachlässigte Krankheiten 2020: Call for Proposals im Bereich "Politischer Wille"
Mit dem Memento Preis wird besonderes Engagement in den Bereichen Politik, Forschung und Journalismus zu vernachlässigten Gesundheitsbedürfnissen von Menschen in ärmeren Ländern ausgezeichnet. Das Memento-Bündnis (Ärzte ohne Grenzen, Brot für die Welt,  BUKO Pharma-Kampagne und DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe) tritt dafür ein, dass Menschen weltweit die Gesundheitsversorgung bekommen, die sie benötigen und dies zu bezahlbaren Preisen. Nur so kann das Menschenrecht auf Gesundheit verwirklicht werden.
Alle zwei Jahre wird der Memento Preis in der Kategorie „Politischer Wille" vergeben. Damit werden Personen ausgezeichnet, die ein politisches Mandat in Parlament oder Ministerium, auf Landes- oder Bundesebene tragen und sich in besonderem Maße dafür eingesetzt haben ein globales Problem anzugehen: Fehlende Forschung – und zu hohe Medikamentenpreise.
Das Memento-Bündnis freut sich über Vorschläge zu Personen, die 2020 den Memento Preis in der Kategorie „Politischer Wille" erhalten sollten. Vorschläge mit einer kurzen Erläuterung zu Hintergründen der Empfehlung können bis zum 17. November 2019 eingereicht werden.

Einladung und Call for Abstracts: DGPH veranstaltet gemeinsam mit Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zweite Public Health³ Tagung zum Thema "Gesundheitskommunikation im 21. Jahrhundert"
Am 17. und 18. Januar 2020 findet in Steckborn, Thurgau (Schweiz), zum Thema "Gesundheitskommunikation im 21. Jahrhundert" die zweite Public Health³ Tagung der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz statt. Public Health³ steht für eine interdisziplinäre Begegnungsplattform, für grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch von Public Health-Interessierten innerhalb der deutschsprachigen Nachbarschaft.
Welche Chancen bietet das 21. Jahrhundert für eine effektive Gesundheitskommunikation? Revolutioniert die digitale Transformation wie Fachpersonen und Laien über Gesundheit kommunizieren? Kommunizieren wir Public Health Botschaften diversitätssensibel und inwieweit tragen aktuelle Informationsmittel dazu bei, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu steigern? Die Tagung möchte Gesundheitskommunikation kritisch, kreativ und differenziert aus der Perspektive verschiedener Disziplinen, Forschung und Praxis betrachten. Teilnehmende aus Public Health, Medizin, Digital Health, Gesundheitsberufen, Gesundheitsökonomie, Gesundheits-förderung, u.a. sind herzlich willkommen.
Das Public Health³-Organisationsteam lädt herzlich dazu ein, Beiträge zu den folgenden Themen einzureichen: Diversitätssensible Kommunikation, Die Rolle digitaler Medien in der Gesundheitskommunikation sowie Gesundheitskompetente Informationsmittel. Die Einreichfrist endet am 29. September 2019.

Der Aufruf "Gesundheit braucht Klimaschutz" ruft im gesamten deutschen Sprachraum Angehörige der Gesundheitsberufe und Beschäftigte im Gesundheitssektor zur Beteiligung an der globalen Klimastreikwoche vom 20. bis 27.09.2019 auf. „Health for Future" wurde als Initiative von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) ins Leben gerufen, um ein Aktionsforum für die Angehörigen des Gesundheitssektors zu schaffen, die sich gemeinsam für ein intaktes Klima- und Ökosystem einsetzen möchten. Der Aufruf kann über die Homepage https://healthforfuture.de unterzeichnet werden.

Save the date und Call for Abstracts: Kongress Armut und Gesundheit 2020 zum Thema "POLITIK MACHT GESUNDHEIT. GENDER IM FOKUS" vom 08. bis 10. März 
Vom 08. bis 10. März 2020 findet an der Technischen Universität Berlin unter dem Motto „POLITIK MACHT GESUNDHEIT. GENDER IM FOKUS" der Kongress Armut und Gesundheit 2020 statt, in dem, anlässlich des Internationalen Frauentag am 08. März, genderspezifische Fragestellungen in den Fokus gestellt werden. Anknüpfen möchte der Kongress an die Diskussionen der letzten Jahre um den Health in All Policies-Ansatz und die politischen Gestaltungsspielräume.
Beitragsvorschläge zur Gestaltung des Kongress-Programmes können bis zum 30. August 2019 eingereicht werden.

„Was macht eine Pflegekraft aus?" und „Was bedeutet pflegen?" scheinen einfache Fragen zu sein, doch die Antworten darauf sind schwer fassbar. Dieses Buch untersucht die unterschiedlichen Varianten bei Struktur und Organisation der Pflegekräfte in verschiedenen Ländern in der Europäischen Region. Es ist Teil einer zweiteiligen Studie über die Beiträge, die Pflegekräfte zur Stärkung der Gesundheitssysteme leisten.

Arbeitspapier Health in All Policies – Entwicklungen, Schwerpunkte und Umsetzungsstrategien für Deutschland veröffentlicht
Gesundheit ist nicht nur Thema des Gesundheitssektors, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die in allen Bereichen des öffentlichen Handelns gefördert werden soll – so die Kernaussage des Konzepts „Health in All Policies" (HiAP). Das in einer AG des Zukunftsforums Public Health in Kooperation mit der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung und Gesundheit Berlin-Brandenburg ausgearbeitete Papier Health in All Policies – Entwicklungen, Schwerpunkte und Umsetzungsstrategien für Deutschland beschreibt die Grundlagen und Voraussetzungen des Ansatzes, trägt Erfahrungen mit dessen Umsetzung zusammen und lotet die Möglichkeiten einer nachhaltigen Verankerung aus.

Arbeitspapier Notfallhilfe im Krankenhaus für Menschen ohne Papiere veröffentlicht
Für Menschen ohne Aufenthaltspapiere ist eine Behandlung nicht einmal in medizinischen Notfällen gesichert. Dies dokumentiert das von der Bundesarbeitsgruppe Gesundheit/Illegalität ausgearbeitete Arbeitspapier Notfallhilfe im Krankenhaus für Menschen ohne Papiere. Das Papier stellt die gesetzlichen Rahmenbedingungen dar und erläutert die Probleme der Praxis anhand von Fallbeispielen. Abschließend werden fachpolitische Empfehlungen gegeben, wie der Zugang zur Notfallhilfe im Krankenhaus für Menschen ohne Papiere besser geregelt werden könnte.

DGPH unterstützt ASPHER Statement zu „war as a ‚man-made public health problem'"
Aus Solidarität mit Mitgliedern des Türkischen Ärztebundes (Turkish Medical Association (TMA)), die in der Türkei wegen "Anstiftung zu Hass und Feindseligkeit" zu einer Haftstrafe verurteilt wurden, hat der Verband der Schulen von Public Health in der Europäischen Region (Association of Schools of Public Health in the European Region (ASPHER)) ein Statement veröffentlicht. Im Januar 2018, nach Ankündigung eines Militäreinsatzes gegen Afrin, Syrien, durch die türkische Regierung, hatte der Türkische Ärztebund eine öffentliche Erklärung abgegeben, in der er „Krieg als ein menschengemachtes Public Health Problem" bezeichnete.

WHO: Neuer Bericht über globale Tabakepidemie veröffentlicht
Viele Regierungen machen Fortschritte im Kampf gegen Tabakkonsum: Heute leben 5 Milliarden Menschen in Ländern, die Rauchverbote, grafische Warnhinweise auf Verpackungen sowie weitere wirksame Tabakkontrollmaßnahmen eingeführt haben - viermal mehr Menschen als noch vor einem Jahrzehnt. Ein aktueller WHO-Bericht zeigt jedoch, dass es in vielen Länder immer noch zu wenig Unterstützung für entwöhnungswillige Raucherinnen und Raucher gibt.
Der siebte WHO-Bericht über die globale Tabakepidemie analysiert die nationalen Bemühungen zur Umsetzung der wirksamsten Maßnahmen des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (WHO FCTC), die nachweislich die Nachfrage nach Tabak verringern.

WHO-Regionalbüro für Europa: Neuer Bericht verdeutlicht anhaltende Ungleichheiten im Bereich Umwelt und Gesundheit in der Europäischen Region
Umweltbedingungen sind eine wesentliche Determinante von Gesundheit und Wohlbefinden, jedoch in der Bevölkerung nicht gleich verteilt. Vielmehr sind benachteiligte Bevölkerungsgruppen oft in höherem Maße Umweltrisiken ausgesetzt. In dem Bericht "Umweltbedingte gesundheitliche Ungleichheiten in der Europäischen Region" wird die Verteilung von Umweltrisiken und Unfallverletzungen innerhalb von Ländern untersucht und der Nachweis erbracht, dass ungleiche Umweltbedingungen, Risikoexpositionen und damit verbundene Gesundheitsresultate täglich Auswirkungen auf alle Umfelder haben, in denen die Bürger leben, arbeiten und sich aufhalten.
Die Ergebnisse beinhalten einen Aufruf zu mehr umweltpolitischen und ressortübergreifenden Maßnahmen zur Ermittlung und zum Schutz jener Gruppen, die bereits einer unverhältnismäßig hohen Umweltbelastung ausgesetzt sind. Die Bekämpfung von Ungleichheiten in Bezug auf Umweltrisiken wird einen Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten begünstigen und zu gerechteren Gesellschaften mit einem größeren sozialen Zusammenhalt beitragen.

WHO-Regionalbüro für Europa: Neuer Bericht zeigt: Durch Beseitigung des Tabakkonsums könnten 90% der Fälle von Lungenkrebs vermieden werden
In einem neuen Bericht des WHO-Regionalbüros für Europa mit dem Titel „Tabakkonsum in der Europäischen Region – Trendbericht 2019" wird bestätigt, dass der Tabakkonsum weiter eine akute Bedrohung für die öffentliche Gesundheit darstellt. Dies trifft vor allem auf die Europäische Region zu, die von allen Regionen der WHO den höchsten Raucheranteil aufweist, der nach Schätzungen 29% (ca. 209 Mio. Menschen) beträgt. In dem zum Weltnichtrauchertag 2019 veröffentlichten Bericht werden die gesundheitlichen Folgen, die Prävalenz des Tabakkonsums und die Gegenmaßnahmen der Gesundheitssysteme untersucht.

WHO-Regionalbüro für Europa: „Leitlinien zur Verringerung des Risikos eines Abbaus der kognitiven Fähigkeiten und einer Demenzerkrankung" veröffentlicht
Schätzungen der WHO zufolge leiden derzeit etwa 50 Millionen Menschen weltweit an Demenz. Im Laufe der nächsten zehn Jahre dürfte diese Zahl voraussichtlich auf 75 Millionen ansteigen. Die am 14. Mai veröffentlichten neuen Leitlinien der WHO werben für mehr körperliche Betätigung und eine gesunde Lebensweise als wichtige Strategien zur Verhinderung einer Demenzerkrankung.

WHO-Regionalbüro für Europa: Gesundheitliche Chancengleichheit vorantreiben – die Rolle von Rechenschaftspflicht, Politikkohärenz, sozialer Teilhabe und der Befähigung zum selbstbestimmtem Handeln
Im Rahmen einer vom Europäischen Büro der WHO für Investitionen in Gesundheit und Entwicklung des WHO-Regionalbüros für Europa koordinierten wissenschaftlichen Begutachtung wurden gesellschaftliche und institutionelle Faktoren identifiziert, die sowohl einzeln als auch zusammengenommen neue Erklärungen dafür liefern, warum Fortschritte im Bereich der gesundheitlichen Chancengleichheit bislang deutlich langsamer erzielt werden, als man zum Zeitpunkt der erstmaligen Feststellung des Zusammenhangs zwischen einzelnen Determinanten und Ungleichgewichten gehofft hatte. Die vier wesentlichen Triebkräfte für die gesundheitliche Chancengleichheit sind: Rechenschaftslegung, Politikkohärenz, soziale Teilhabe und – all diesen zugrunde liegend – die Befähigung zu selbstbestimmtem Handeln. Die Arbeit zu diesen Triebkräften liefert Informationen für die Initiative für den Sachstandsbericht über gesundheitliche Chancengleichheit und hat zu drei unabhängigen Begleitdokumenten, die jeweils näher auf eines der gemeinsamen Güter der gesundheitlichen Chancengleichheit eingehen – Rechenschaftslegung, Politikkohärenz und soziale Teilhabe –, sowie zu dieser Zusammenfassung geführt.

Save the date: 11. VDSI-Forum NRW 2019 unter Beteiligung der DGPH-Arbeitsgruppe Gesundheit und Planung
Am 19. September 2019 findet in Wuppertal das 11. VDSI-Forum NRW statt, das von der Arbeitsgruppe Gesundheit und Arbeit der DGPH mitveranstaltet wird. Das Forum beschäftigt sich im jährlichen Turnus mit einem aktuellen Fachthema und bietet die Möglichkeit, an einem überregionalen Erfahrungsaustausch teilzunehmen. Im Fokus des diesjährigen Forums steht das Thema "Betrieblicher Wandel und Arbeitsschutz: Sicherheit und Gesundheitsschutz mitgestalten!".