Stellungnahme von Bürgerinnen, Bürgern und im Gesundheitswesen tätigen Menschen und Organisationen zum angeblichen Zusammenhang von Migration, Behinderung und übertragbaren Krankheiten
Mit zwei kleinen Anfragen zu „Schwerbehinderten in Deutschland" (BT-Drucksache 19/1444 ) und zur „Entwicklung mehrerer Krankheiten in Deutschland" (BT-Drucksache 19/1446) hat die Fraktion der AfD im Deutschen Bundestag versucht, die Ursachen und die Zunahme der Häufigkeit von Behinderungen und Infektionskrankheiten in Deutschland einseitig mit der „massenhaften Einwanderung" von Flüchtlingen und dem Fortpflanzungsverhalten von Menschen mit Migrationshintergrund („Inzucht") in Verbindung zu bringen. Bürgerinnen, Bürger und im Gesundheitswesen tätige Menschen und Organisationen haben Stellung dazu genommen, um der Unterstellung eines solchen Zusammenhangs entgegenzutreten.

Aktuelle Ausschreibung für die diesjährigen Preise zur Nachwuchsförderung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e. V. (DGSMP)
Die Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e. V. (DGSMP) verleiht jährlich den Dissertationspreis sowie bis zu drei Masterarbeitspreise. Die eingereichten Arbeiten sollten einen deutlichen Bezug zur Sozialmedizin und / oder Prävention aufweisen. Dazu können auch beispielsweise gesundheits-, sozial-, sport- und ernährungswissenschaftliche Themen wie auch Themen der Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie gehören. Weitere Informationen sowie alle Unterlagen für die Bewerbung finden Sie unter www.dgsmp.de/preise
Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 31. Mai 2018.

Broschüre "Krank und ohne Papiere" der Bundesarbeitsgruppe Gesundheit/Illegalität erschienen
Menschen ohne Aufenthaltspapiere haben in Deutschland keinen oder einen erschwerten Zugang zum Gesundheitssystem. Dies dokumentiert die neue Broschüre "Krank und ohne Papiere" der Bundesarbeitsgruppe Gesundheit/Illegalität. In diesem Netzwerk haben sich über 80 Organisationen und Einzelpersonen aus der medizinischen Praxis, aus Kirchen und Wohlfahrtsverbänden, der Wissenschaft, Kommunen und nichtstaatlichen Organisationen zusammengeschlossen. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, in der Öffentlichkeit und in der politischen Diskussion für einen diskriminierungsfreien Zugang zum Gesundheitssystem für Menschen ohne Papiere einzutreten. Anlässlich des Weltgesundheitstages 2018 stellt die Bundesarbeitsgruppe in ihrer aktuellen Broschüre Menschen vor, die sich ohne geregelten Aufenthaltsstatus in Deutschland aufhalten und hier von Krankheit betroffen sind. Aufgeführt werden Beispiele aus der Praxis von Organisationen und Beratungsstellen, die seit vielen Jahren unversorgten Menschen ohne Papiere notdürftig und meist ehrenamtlich helfen.

Erfolgreiche erste Public Health³ Tagung der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz
Unter dem Motto "High Noon für die Primärversorgung - Versorgungsmodelle für die Zukunft" fand am 19. und 20. Januar 2018 in Lochau, Vorarlberg (Österreich), die erste Public Health³ Tagung statt. Der erste Versuch, die drei Länder Deutschland, Österreich und Schweiz zum Thema Public Health zusammenzubringen, war sehr erfolgreich: Es wurde rege diskutiert, neue Kontakte wurden geknüpft und Erfahrungen und Expertisen ausgetauscht. Das Programmheft und Präsentationen der Tagung finden Sie hier.
Die nächste Public Health³ Tagung ist für das Jahr 2020 geplant.

Robert Koch-Institut: Gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland und im internationalen Vergleich: Zeitliche Entwicklungen und Trends
Vor dem Hintergrund des bereits hinlänglich belegten Einflusses des sozioökonomischen Status auf Gesundheit, beschäftigt sich das erste Special Issue des Journal of Health Monitoring 2018 mit der Frage, wie sich die gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland über die letzten 20 bis 30 Jahre entwickelt hat und ordnet die Ergebnisse in den internationalen Forschungsstand ein. Aus Sicht von Public Health und Gesundheitspolitik stellt die Verringerung gesundheitlicher Ungleichheit ein wichtiges Ziel dar. Erkenntnisse über zeitliche Entwicklungen und Trends können dazu beitragen, auf Problemlagen und damit auch auf mögliche Zielgruppen und Settings für Interventionen hinzuweisen. Außerdem bilden sie eine Voraussetzung für die Bewertung und Erfolgskontrolle umgesetzter politischer Maßnahmen und Programme.

Robert Koch-Institut: Neue Daten zu Gesund­heit und Gesundheits­verhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
Wie viele Jugendliche rauchen, und wie viele von ihnen tun dies auch noch als junge Erwachsene? Wie viele übergewichtige Kinder sind auch nach mehr als zehn Jahren noch übergewichtig? Wie haben sich psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Lebensverlauf entwickelt? Die neuen Ergebnisse der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS Welle 2, 2014-2017) geben erstmals Antworten auf diese und weitere Fragen auf Basis der Unter­suchung und Befragung von Teil­nehmenden, die bereits an der KiGGS-Basiserhebung (2003-2006) teil­genommen haben. Erste Ergebnisse zu ausge­wählten Themen werden in der neuen Ausgabe des Journal of Health Monitoring vorgestellt.

Aktuelle Ausschreibung der Deutschen Krebshilfe: Förderungsschwerpunktprogramm 'Begleitforschung zu den gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogrammen'
Die Klärung offener Fragen rund um das Thema 'Krebs-Früherkennung' ist der Deutschen Krebshilfe ein wichtiges Anliegen. Vor diesem Hintergrund hat sie – auf Empfehlung von Experten – beschlossen, ein Förderungsschwerpunktprogramm 'Begleitforschung zu den gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogrammen' auszuschreiben, mit dem wichtige / offene Fragestellungen in Form von Forschungs-, Pilot- / Modellprojekten aufgegriffen werden sollen. Ziel des Förderungsschwerpunktprogrammes ist die qualitative Verbesserung / Weiterentwicklung der laufenden beziehungsweise anlaufenden gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramme. Folgende Themenschwerpunkte sollen vorrangig wissenschaftlich bearbeitet werden: 1. Einladungsverfahren / Kommunikationswege und informierte Entscheidung, 2. Aspekte der Durchführung und Ausgestaltung der jeweiligen Krebsfrüherkennungsprogramme, 3. Fragen und Konzepte der risikoangepassten Krebs-Früherkennung und deren Implementierung in die laufenden oder anlaufenden Krebsfrüherkennungsprogramme. Das Antrags-/Begutachtungsverfahren ist mehrstufig. Die Abgabefrist für Absichtserklärungen ist der 17.05.2018, 13.00 Uhr.
Ausführliche Informationen zur Ausschreibung und zum Antrags-/Begutachtungsverfahren des Förderungsschwerpunktprogramms stehen auf der Homepage der Deutschen Krebshilfe nun zum Download bereit: https://www.krebshilfe.de/forschen/foerderung/ausschreibungen/

Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz vorgestellt
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat am 19. Februar als Schirmherr den "Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz. Die Gesundheitskompetenz in Deutschland stärken", einen wissenschaftlichen Leitfaden zur Stärkung der Gesundheitskompetenz in Deutschland, entgegengenommen. Gemäß den Ergebnissen einer repräsentativen Studie aus dem Jahr 2017 weist etwa jede zweite Person in Deutschland eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz auf. Das heißt, es fällt schwer, gesundheitsbezogene Informationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und auf die eigene Lebenssituation anzuwenden. Dies kann negative Folgen für die Gesundheit sowie die Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems haben. Eine Verbesserung der Gesundheitskompetenz zahlt sich nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für das Gemeinwesen aus. So werden nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation drei bis fünf Prozent der Gesundheitsausgaben durch eine unzureichende Gesundheitskompetenz verursacht. Erarbeitet durch die Universität Bielefeld, die Hertie School of Governance und den AOK Bundesverband, stellt der Aktionsplan eine von mehreren Maßnahmen für mehr verständliche Gesundheitsinformationen dar. Der Leitfaden konzentriert sich auf vier Handlungsbereiche und gibt 15 konkrete Empfehlungen zur gezielten Förderung und Stärkung von Gesundheitskompetenz.

WHO Regionalbüro für Europa: Wichtige Meilensteine und Ereignisse für die Europäische Region der WHO im Jahr 2018
Im Jahr 2018 wird sich das WHO-Regionalbüro für Europa weiterhin gezielt mit der Umsetzung des Rahmenkonzepts „Gesundheit 2020" sowie der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) befassen und Impulse für die Verwirklichung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung setzen. Fortgesetzt wird auch die Arbeit an spezifischen Gesundheitsthemen, deren Palette von übertragbaren und nicht übertragbaren Krankheiten bis zur Stärkung der Gesundheitssysteme und zur Bereitstellung besserer Erkenntnisse für die Gesundheit reicht. Zudem erreicht die Europäische Region der WHO 2018 bedeutende Etappenziele, und ihre Länder werden zu einer Reihe wichtiger Veranstaltungen zusammenkommen. Einige der wichtigsten Ereignisse zum Thema Gesundheit in der Region in den nächsten 12 Monaten sind auf der Homepage der WHO überblicksartig zusammengestellt.

WHO Regionalbüro für Europa: Aktuelle Ausgabe des Public Health Panoramas zum Thema Adipositas und ungesunde Ernährung in der Europäischen Region
Die aktuelle Ausgabe des Fachjournals Public Health Panorama mit dem Titel „Eine Trendwende bei Adipositas und ungesunder Ernährung" liefert eine Momentaufnahme von den aktuellen Herausforderungen für die Regierungen bei der Gestaltung von Handlungskonzepten zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit. Untersucht werden der rapide Anstieg von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen und die Notwendigkeit einer grundlegenden Umgestaltung der Leistungserbringung und des Aktionsradius von Gesundheitsfachkräften. Darüber hinaus gibt die Publikation Einblicke in konkrete Lösungsansätze, wie sie in allen Teilen der Europäischen Region umgesetzt wurden. Hierbei werden u. a. Lehren zu den Themen Besteuerung zuckerhaltiger Getränke; klare, verbraucherfreundliche Kennzeichnung auf der Vorderseite von Verpackungen; Einschränkung der an Kinder gerichteten Werbung für Lebensmittel mit hohem Fett-, Salz- und Zuckeranteil; sowie öffentliches Beschaffungswesen präsentiert.